Hansestadt

– da denken die meisten Menschen an Hamburg, Lübeck und überhaupt Norddeutschland. Dabei nimmt Westfalen für sich in Anspruch, eigentliches Kernland der Hanse – eines historischen Bunds von Kaufleuten zur Sicherung von Handelswegen – zu sein.

Im 14. Jahrhundert waren es vor allem Kaufleute aus Westfalen, die auf ihren Handelszügen zur Ostsee die Stadt Lübeck besiedelten und den europäischen Handel über Riga und Nowgorod in Richtung Russland ausdehnten.

In den Hansestädten hat sich die Baukunst im 14. bis 16. Jahrhundert besonders reich entfaltet. Für Kirchen, Profan- und private Bürgerbauten haben die wohlhabend gewordenen Kauf-, Handels- und Handwerksleute erhebliche finanzielle Mittel aufgebracht. Wenngleich man nicht unmittelbar von hansischer Architektur sprechen kann, so sind doch typische Bauformen und baustilische Elemente dieser Zeit auffallend.