Oerlinghausen

Gut Barkhausen
Gut Barkhausen

Oerlinghausen wird am 25. Mai 1036 erstmals in der Busdorf-Urkunde erwähnt. In dem Jahr übergab Bischof Meinwerk von Paderborn dem Kanonikerstift Busdorf in Paderborn unter anderem die Zehntabgaben des aus dem bischöflichen Tafelgut stammenden Gut Barkhausen mit dem Vorwerk Oerlinghausen.

Der Vorwerk Oerlinghausen wurde bereits vor 1200 aufgelöst, an dessen Stelle wurde vermutlich die Alexanderkirche errichtet.

 Alexanderkirche
Alexanderkirche

Den Namen Alexanderkirche erhielt sie vom Heiligen Alexander. Im Jahr 851 bekam Kaiser Lothar die Gebeine Alexanders von Papst Leo IV. als Geschenk vermacht und ließ sie von Rom nach Wildeshausen bei Oldenburg bringen. An der Wegstrecke wurden die Alexanderkirchen errichtet, so auch die Oerlinghauser Alexanderkirche.

 

Virtueller Spaziergang

Die Bevölkerung des ländlichen Gebiets bestand jahrhundertelang vor allem aus Kleinbauern und Tagelöhnern, später auch aus Zieglern. Neben der dominierenden Leinenindustrie ist die Zigarrenherstellung zu erwähnen. Um 1870 gab es vier Zigarrenfabriken, die bis zu 120 Arbeiter beschäftigten.

Die Anfänge der Sozialdemokratie in Oerlinghausen hatten ihren Ursprung bei den Zigarrenmachern, die sich schon 1861 zu einer eigenen Organisation zusammenschlossen. Die Behörden waren beunruhigt und der Amtmann in Schötmar stellte besorgt fest, dass Oerlinghausen ein Herd der Sozialdemokratie sei.