Höxter -Hauptstadt des Fürstentum Corvey -

Bis 1803 war Höxter Hauptstadt des Territoriums der reichsunmittelbaren Fürstabtei Corvey, eines der kleinsten Länder in Norddeutschland. Nach der Auflösung der geistlichen Fürstentümer gelangte Höxter zunächst unter nassau-oranische Herrschaft, um 1809 dem neugegründeten Königreich Westfalen unter Napoleons Bruder Jerôme zugeschlagen zu werden. Auf dem Wiener Kongreß wurde das einstige Fürstentum Corvey mit Höxter dem Königreich Preußen zugesprochen. Höxter wurde Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.



Reichsabtei Corvey

Corvey gehörte zu den einflussreichsten Klöstern des Frankenreiches. Sein missionarischer Auftrag war von großer Bedeutung für die politisch-religiösen Prozesse weiter Teile Europas. Als Reichsabtei hatte Kloster Corvey nicht nur geistige und geistliche Funktion im Hinblick auf die Missionierung Sachsens und angrenzender Bereiche, sondern auch politische und wirtschaftliche Bedeutung als Vorposten des fränkischen Reiches am Rande der damaligen christlichen Welt.


Zu Zeiten Karl des Großen war die Klosteranlage Corvey bei Höxter eines der geistigen Zentren Westeuropas. Nun ist es Teil des Weltkulturerbe

Geschichte der Hansestadt Höxter