Motivsuche im Niedermoor

Töpchiner Seen in Brandenburg
Töpchiner Seen in Brandenburg

Niedermoore entstehen durch allmähliche Verlandung von Seen und Stillgewässern. Die meiste Zeit des Jahres steht das Grundwasser direkt an der Oberfläche oder tritt als Quellwasser zu Tage, was je nach Standort und Feuchtigkeit die Ausprägung unterschiedlicher Lebensraumtypen zur Folge hat. Das Pflanzenleben ist üppig, die Artenvielfalt groß. Intakte großflächige Niedermoore filtern und reinigen das Niederschlagswasser und schaffen auf diese Weise sauberes Grundwasser. Hat ein Niedermoor das Stadium erreicht, wo seine Torfmoosdecke den Kontakt zum Grundwasser verliert, kann es sich zu einem Hochmoor weiterentwickeln.

Häufig vorkommende Tierarten:

Schmetterlinge,

Heuschrecken, Amphibien, Vögel (z.B. Großer Brachvogel, Bekassine, Kiebitz, Braunkehlchen, Kraniche, Weißstörche etc.).

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Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Er bewohnt blütenreiche Feuchtwiesen und feuchte Quellwiesen in Tälern und an Berghängen sowie an Bächen und Gräben. Eine wichtige Rolle für die Bestandsgröße des Bläulings spielt das Vorhandensein von Saumstandorten, die entweder gar nicht oder nur unregelmäßig bewirtschaftet werden.

Die Falter fliegen von Mitte Juni bis Mitte August.

Flora

siehe Video: Lebensraum Streuwiese
siehe Video: Lebensraum Streuwiese

Streuwiesen entstanden hauptsächlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als der Ackerbau im Moor- und Hügelland von der Viehzucht abgelöst wurde und daher akuter Mangel an Einstreumaterial herrschte. Besonders in Streuwiesen auf nährstoffarmen, kalkreichen Standorten können sehr viele Pflanzenarten nebeneinander existieren, darunter auffallend viele, die in der Roten Liste stehen. Es wurden Bestände mit 60 bis 100 Pflanzenarten beschrieben.

Besonders typische Arten sind:

Pfeifengras (Molinia caerulata), Teufelsabbiss (Succisa pratensis), Kümmel-Silge (Selinum carvifolia), Nordisches Labkraut (Galium boreale), Schwalbenwurz-Enzian (Gentianum pneumonanthe), Moorlabkraut (Galium uliginosum), Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica), Trollblume (Trollius europaeus), Seggen (Carex spec.), Weidenalant (Inula salicina).